Spielentwicklung

Die Schwäche des Gegners oder die Entscheidung fällt im dritten Satz.

Entdecke die Schwäche des Gegners, um sicherer Punkte zu erzielen. Und genau auf diese Suche mache wir uns im dritten und letzten Teil der Serie über das spanische Tennissystem. Nachdem wir Erkenntnisse über das spanische Einspielsystem gewonnen und den gezielten Einsatz von Longline-Bällen bereits gelernt haben, widmen wir uns im letzten Schritt mit den Schwächen des Gegners im Rahmen meiner Spielentwicklung in Castelldefells nahe Barcelona, wo ich eine Woche lang die Geheimnisse des spanischen Tennissystems im Club de Tennis Andres Gimeno ergründet habe.

Es geht um Nuancen. Mit akribischer Technikarbeit! Sixto: Was macht beispielsweise dein Handgelenk beim Sliceaufschlag. Wenn du es weisst, dann wiederhole es 100 mal und es wird besser werden.

Täglich stehe ich um 9.30 Uhr am Platz mit Sixto. Der einzige Faktor der sich konstant an den Tagen verändert, ist meine stetig schwindende Fitness.

Faszinierend sehe ich wie die Spieler der ansässigen Akademie akribisch und stoisch in sich gekehrt, täglich die selben Rhythmen über sich ergehen lassen und an der Qualität ihrer Schläge arbeiten.

Wie Uhrwerke erscheinen die Spieler wortlos auf der Anlage und verschwinden auch wieder. Es erscheint mir wie ein tägliches Ritual das Teil ihres Lebens ist.

Aus meinen Erfahrungen sehe ich hier auch den wesentlichen Schlüssel zum Erfolg und den Unterschied zu heimischen Trainingssystemen.

Man kann täglich auf höchstem Niveau mit stärkeren, gleichstarken und überstarken Spielern trainieren und Sparringmatches spielen.

Man steht ständig in einem Konkurrenzkampf und steht andauernd in einem Vergleich.

„Train the same until you actually can.“

Das Motto von Sixto.

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Das spanische Tennissystem in 3 Schritten erklärt

Was wir vom spanischen Tennissystem lernen können! In drei Teilen berichte ich über unseren Selbstversuch im spanischen Castelldefells nahe Barcelona, wo wir im Club de Tennis Andres Gimeno trainiert haben.

Um besser zu werden muss man oft seine alte Denkweise und so manche Scheuklappe in seinen Vorstellungen über den Haufen werfen. Oft muss man sogar ein wenig schockiert werden, um selbst Neues wahrzunehmen und zu glauben. Und getreu dem Motto: jeder braucht einen Trainer, haben wir uns selbst auf die Suche gemacht.

Auf der Suche nach taktischen und technischen Konzepten, stehe ich auf Court 21 des Club de Tennis Andres Gimeno. 18° Grad, sonnig, rechts und links knallen Tennisbälle. Mir gegenüber steht Sixto Golobart Belier, mein Coach, mein Ideengeber und mein Mann, um einen Einblick zu bekommen wie in Spanien trainiert und gearbeitet wird.

Unsere Coaches sind in Barcelona gelandet. Wir holen uns den letzten Feinschliff. Bestes Training für unsere Athleten und Gäste in den GRAND TOURS Tenniscamps. #gttc2015 #immerbesserwerden #readyforclay

 

Sixto Golobart Belier, ein ehrlicher Spanier, der selbst auf der ATP Tour gespielt hat, jetzt mittlerweile Mitte 40, spricht extrem schnell Englisch und will sofort zur Sache kommen. Mit einem Racket der Marke Völkl in der Hand, spielt er kommentarlos den Ball cross an und los geht’s. Aufgabe ist es, den Ball mit viel Spin so nah als möglich an die seitliche Einzeloutlinie zu bringen. Das Einspielen im T-Feld erscheint ihm als unnötig und nicht für das Spiel selbst relevant.

Wochen zuvor haben wir in E-Mails die Details und die Intention meines Trainings abgeklärt. Nun ist es also soweit und ich stehe am Platz, um mehr Verständnis zu bekommen, wie man hier im Kernland des Sandplatztennis Tennis versteht, trainiert und lebt.

45 Minuten später stehe ich noch immer in der Vorhandecke des mittlerweile sehr staubigen Sandplatz an der Grundlinie und schlage Bälle „cross“. Sixto unterbricht die Schlagsequenzen kaum, er erklärt mir während der Schläge was an den einzelnen Ballsprungpositionen die beste Antwortvariante wäre.

In Summe werden wir die erste Einheit mit Vorhandpositionen und taktischen Ideen verbringen.

 

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